Gesundheitsschutz für Welpen – so gedeihen kleine Fellnasen prächtig

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Jetzt ist der kleine, vierbeinige Schatz endlich da und erobert schwanzwedelnd alle Herzen im Sturm. Die Eingewöhnungs- und Erziehungsphase stellt für Herrchen und Frauchen genauso eine Herausforderung dar wie für den Welpen. Dabei sollten frischgebackene Hundebesitzer unbedingt stets die Gesundheit ihres Lieblings im Auge habe: Die richtige Pflege, genaue Beobachtung des Entwicklungsfortschritts sowie regelmäßige Besuche beim Tierarzt gewährleisten ein gesundes Aufwachen von Hunden.

Welpen-Gesundheit – darauf kommt es an

Logisch, dass kleine Hunde ihre Welt voller Tatendrang entdecken, jeden Tag ein bisschen mehr. Dabei schnüffeln sie auf dem Boden und an allen möglichen Objekten. Sie lecken alles gerne ab und kauen darauf herum, ob es sich um ein Paar Schuhe, den Teppich im Wohnzimmer oder Abfall handelt. Draußen kommen Welpen mit vielen Gegenständen intensiv in Kontakt, die eine Gefahr für ihre Gesundheit sein können. Wie Säuglinge und Kleinkinder verfügen auch Hundebabys noch nicht über ein voll funktionsfähiges Immunsystem. Die körpereigene Abwehr muss sich erst ausbilden. Die Ansteckung mit verschiedenen Krankheiten wie Staupe, Leptospirose, Tollwut oder Parvovirose lässt sich durch eine Grundimmunisierung über Impfungen verhindern. Übrigens sind einige dieser Erkrankungen auch auf den Menschen übertragbar.

Beim Herumtollen und -toben außerhalb der Wohnung droht ein Befall mit gesundheitsgefährdenden Parasiten. Flöhe, Würmer oder Zecken befallen den Hund entweder oral, oder indem sie sich erst im Fell festsetzen und dann über die Haut Blut saugen. Die winzigen Quälgeister können lebensbedrohliche Krankheiten auf Tier und Mensch übertragen. Doch zum Glück kann man Welpen heute zuverlässig vor einem Parasitenbefall durch innerlich und äußerlich anzuwendende Medikamente schützen. Welpenbesitzer sollten ihren kleinen Hund nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken absuchen und diese sofort entfernen. Darüber hinaus empfiehlt sich der Einsatz von Anti-Zeckenmitteln in Form von speziellen Halsbändern, Tinkturen zum Auftragen im Fell (Spot ons) oder Tabletten. Diese Präparate schützen auch gegen den Befall mit Flöhen. Regelmäßig durchgeführte Wurmkuren sollten für alle Hundehalter eine Selbstverständlichkeit darstellen. Entwurmungsmittel werden oral verabreicht. Der zeitliche Abstand, in dem Hundebesitzer eine Wurmkur durchführen, hängt von der Umgebung und den Lebensgewohnheiten des Hundes ab.

Häufig auftretende Krankheiten

Bei der Parvovirose handelt es sich um eine gefürchtete Viruserkrankung, die über die Schleimhaut im Maul oder in der Nase in den Organismus eindringt. Die Viren befallen vor allem den Magen-Darm-Trakt, aber auch das Herz und können in wenigen Tagen zum Tode führen. HCC (Hepatitis contagiosa canis) löst eine akute oder chronische Leberentzündung aus, die ebenfalls häufig tödlich verläuft. Tollwut ist glücklicherweise in Deutschland nahezu ausgerottet, sie manifestiert sich in einer schweren Gehirnentzündung mit in der Regel tödlichem Verlauf. Staupe tritt dagegen hierzulande immer wieder auf und kann entweder den Magen-Darm-Trakt, die Atemorgane oder das Nervensystem befallen. Zecken übertragen vor allem Borreliose, eine bakterielle verursachte entzündliche Krankheit. Leptospirose wird ebenfalls durch Bakterien hervorgerufen und kann verschiedene schwere Symptome, wie Leber- und Nierenversagen auslösen. Im Gegensatz zu Atemwegs- und Gelenkerkrankungen bestehen bei diesen Infektionskrankheiten keine großen Unterschiede zwischen den Rassen hinsichtlich der Häufigkeit des Auftretens.

Wichtige Termine beim Tierarzt

Der Tierarzt berät Welpenbesitzer in Bezug auf die Entwurmung. In der Regel übernehmen Herrchen und Frauchen ihre vierbeinigen Lebensgefährten ab einem Alter von sechs Wochen. Dann sollte zumindest die erste Entwurmung bereits stattgefunden haben. In den ersten anderthalb Lebensjahren eines Hundes stehen insgesamt vier wichtige Impftermine an. Die erste Impfung erfolgt in der achten Woche, sie umfasst eine Immunisierung gegen HCC, Staupe, Pavovirose sowie Leptospirose. In der zwölften Woche impft der Tierarzt erneut gegen diese Infektionskrankheiten sowie zusätzlich gegen Tollwut. Gegen Parvovirose, HCC, Tollwut und Staupe wird in der sechzehnten Lebenswoche noch einmal geimpft. Das Immunisierungsprogramm für Welpen endet mit einer weiteren Impfung gegen alle fünf Krankheiten im fünfzehnten Lebensmonat.

Diese Medikamente und Hilfsmittel gehören in die (Hunde-)Hausapotheke

Für Fellnasen sollten ihre Besitzer stets ein Desinfektionsmittel zum Sprühen für kleinere Wunden zur Hand haben. Auch desinfizierende Salben und Tinkturen bewähren sich bei der Behandlung von Verletzungen. Außerdem sind sterile Binden und Bandagen unentbehrliche Bestandteile der Hausapotheke. Verschiedene Medikamente und Hilfsmittel für Hunde können in der shop-apotheke bestellt werden. Ein Fieberthermometer zur Temperaturkontrolle darf ebenso wenig fehlen wie Einwegspritzen, mit denen sich Medikamente leichter verabreichen lassen. Eine Zeckenzange erleichtert das Entferner der Blutsauger. Mit einem Flohkamm können Hundehalter leicht den Befall mit diesen Schädlingen überprüfen. Darüber hinaus gehören ein Medikament gegen Durchfall sowie eine Salbe zur Behandlung von Augen- und Nasenentzündungen unbedingt in die Hausapotheke für Hunde.